Informationen zu Kehlkopfkrebs. Ursachen, Anatomie, Physiologie, Symptome und Methoden der Diagnostik
Was ist Kehlkopfkrebs?
Kehlkopfkrebs, in der Fachsprache auch Larynxkarzinom genannt, ist eine bösartige Tumorerkrankung des Kehlkopfes (Larynx). Kehlkopfkrebs ist wie alle andern Krebserkrankungen eine bösartige Neubildung von veränderten Zellverbänden. Betroffen von der Veränderung ist die Erbmasse der Zellen. Das hat zur Folge das betroffene Zellen sich schneller Teilen als gesunde Zellen. Durch das ausschwemmen von Zellen können auch benachbarte Organe angegriffen und Tochtergeschwülste gebildet werden (Metastasen).
Aufbau und Funktion des Kehlkopfes
Der Kehlkopf ist das Organ welches den Übergang zwischen Rachen, Luft- und Speiseröhre bildet. Es produziert die Stimme, sorgt dafür das wir atmen können und uns beim essen nicht verschlucken. Im Wesentlichen besteht der Kehlkopf aus einem System von Knorpeln, welches durch Bänder Gelenke und Membranen beweglich miteinander verbunden ist. Die Muskeln im Kehlkopf regulieren die Stellung der Knorpel und die Spannung der Bänder. Der Kehlkopf wird in drei Bereiche eingeteilt.
- Die Glottis mit den Stimmlippen, deren Schwingungen an der Stimmbildung beteiligt sind
- Die Supraglottis, ein Kehlraum oberhalb der Stimmlippen mit den Taschenfalten und dem Kehldeckel (Epiglottis)
- Die Subglottis ein kleiner Holraum unterhalb der Stimmlippen direkt oberhalb der Luftröhre
Ursachen und Risikofaktoren die zu Kehlkopfkrebs führen können
Einer der Hauptgründe für Kehlkopfkrebs ist sicher das Rauchen. Insbesondere in der Kombination mit erhöhtem Genuss von Alkohol wird die Entstehung bösartiger Zellen die zu einem Tumor führen können gefördert. Ebenso können bestimmte Vieren an der Entstehung von Kehlkopfkrebs beteiligt sein. Die Erbsubstanz solcher Vieren wurde in Krebszellen gefunden. Erwiesen ist auch, dass Chrom-, Nickel, Kohlenstaub und Asbest als Risikofaktoren für die Entstehung von Kehlkopfkrebs gelten. Nach wie vor ist nicht vollständig geklärt wie Kehlkopfkrebs entsteht. Jedoch spielen auch Umweltbelastungen sowie die Lebensgewohnheiten und psychische Probleme eine Rolle.
Symptome für Kehlkopfkrebs
Der Körper sendet bei Kehlkopfkrebs Alarmsignale. Gehören Sie zu einer Risikogruppe sollten Sie auf folgende Warnzeichen achten. Gehen Sie zu einem Arzt wenn Ihnen etwas „seltsam“ vorkommt.
Typische Beschwerden sind:
- Schluckbeschwerden
- Ein Fremdkörper- und Kloßgefühl im Hals
- Ins Ohr ausstrahlende Schmerzen
- Husten, manchmal auch mit Blutauswurf verbunden
- Heiserkeit
- Schmerzen oder Kratzen im Hals
- Knotenbildung am Hals
Die angegebenen Symptome können auch harmlose Ursachen haben. Sollten die Beschwerden nach drei bis vier Wochen nicht abklingen, sollten Sie die Ursachen auf jeden Fall von einem Hals-Nasen-Ohrenarzt (HNO-Arzt) abklären lassen.
Diagnose
Um eine gesicherte Diagnose zu bekommen wird der Arzt eine Reihe von wichtigen Untersuchungen machen. Dazu gehören:
- Anamnese Ihr Arzt wird sich mit ihnen unterhalten und Sie nach aktuellen Beschwerden deren Dauer, Vor- und Begeleiterkrankungen und eventuellen Risikofaktoren befragen.
- Kontrolle der Lymphknoten auf Vergrößerungen
- Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie) Dabei wird mittels eines Spiegels der Kehlkopf auf krankhafte Veränderungen untersucht
- Ultraschalluntersuchung (Sonographie) Die Ultraschalluntersuchung verschafft Einblicke in innere Organe wie z. B. Leber, Nieren, Milz und Lymphknoten.
- Computertomographie (CT) und/oder Kernspintomographie (MRT) Das CT ist eine spezielle Röntgenuntersuchung mit deren Hilfe Schnittbilder vom Körper im Querschnitt erzeugt werden können. Das dadurch entstandene Bild informiert über Sitz und Größe eines Tumors. Das MRT erzeugt ebenfalls Bilder vom Körper im Querschnitt. Jedoch werden bei diesem Verfahren Magnetfelder zur Erzeugung der Bilder verwendet.
- Gewebeprobe (Biopsie) Für eine gesicherte Diagnose ist eine Gewebeprobe aus dem Kehlkopf erforderlich. Die Probe wird anschließend auf krankhafte Veränderungen untersucht.
Prognose
Je früher Kehlkopfkrebs erkannt wird, desto größer ist die Aussicht auf Heilung. Entscheidend für die Prognose sind: die Art des Tumors, der Ort des Auftretens, das Stadium und das Ansprechen auf die Therapie. Gute Chancen auf Heilung hat z. B. Stimmlippenkrebs, da er früh durch Heiserkeit auffällt.
Hinweis: Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen